3 mögliche Ursachen, die Dich in Deiner Selbstbestimmung blockieren

Was, wenn die tatsächliche Ursache für Dein fehlendes Gefühl der Selbstbestimmung in Deiner eigenen Wortwahl und Sprache liegt? Hier findest Du Anregungen, es herauszufinden und zu ändern!

Du suchst nach Möglichkeiten, Deine Ausdruckskraft zu stärken, um Dich besser vor der Beeinflussung von Meinungen, Dramen und Manipulationen anderer zu schützen?

Oder vielleicht ist es Dein Wunsch, auf Dein Gegenüber anziehender zu wirken, um als „Führungspersönlichkeit“ wahrgenommen zu werden, jedoch ohne den anderen zu dominieren? Im Privaten oder im Beruflichen? Im Kundenkontakt oder in der Mitarbeiterführung?

Worte & Sprache – die zwei wichtigsten Schlüssel zur Selbstbestimmung

Sprechen wir kurz darüber, was hier mit „Selbstbestimmung“ gemeint ist.

Selbstbestimmung meint hier, jederzeit den vollen Zugriff auf das eigene sowie kollektive Bewusstsein zu haben, um die eigene Kreativität kombiniert mit ureigenen Talenten schöpferisch frei leben zu können. Einige nennen es auch die „innere Autorität leben“.

Warum ist Selbstbestimmung für viele erstrebenswert?

Selbstbestimmung und unabhängiges, schöpferisches Tun und SEIN ist zum einen äußerst beglückend und erfüllend.

Wenn das Gehirn selbst und ständig mit der Suche nach neuen Möglichkeiten beschäftigt ist, löst das im Glückszentrum in unserem Gehirn (Nucleus accumbens) eine Art Rausch aus, die einige versuchen, mit Drogen hervorzurufen. Die Bilder des Computer-Tomographen gleichen sich dabei in vielen Punkten! Interessant ist hierzu der unterhaltsame Vortrag des deutschen Gehirnforschers Manfred Spitzer.

Gleichzeitig gibt einem dieses Bewusstsein das Gefühl, alles erreichen zu können und jederzeit alles und jeder sein zu können.

In diesem Zustand ist es anderen unmöglich, einen noch in eine Schublade zu stecken – und umgekehrt. Für einen selbst besteht keine Notwendigkeit mehr, irgendetwas oder jemanden zu bewerten.

Und damit sind wir bei einer der beiden stärksten „Nebenwirkungen“ der Selbstbestimmung (abgesehen von dem Glücksgefühl…):

  1. Freisein vom Bedürfnis der Wertschätzung durch andere
  2. Optimaler Schutz vor Beeinflussungen durch Meinungen, Dramen und Manipulationen anderer

Selbstbestimmung bedeutet: FREI sein!

Warum haben die meisten jedoch größte Schwierigkeiten, die Selbstbestimmung zu erreichen oder aufrecht zu erhalten?

Es liegt an ihrem (noch) unbewussten Umgang mit der Sprache und Worten oder mangelnder Selbstdisziplin im Umgang bzw. Sprachhygiene.

1.  Alles eine Frage des „Standpunkts“

Irrtümlicherweise meinen viele – gerade im Businessbereich, je mehr sie von sich erzählen (im ICH-Standpunkt), desto mehr werden sie als Autorität, Koriphäe, Instanz oder Führungspersönlichkeit wahrgenommen. Leider ist genau das Gegenteil der Fall.

Tipp: Streiche das Wort ICH soweit es geht aus Deiner Sprache – radikal!

Deine Schnappatmung, die Du vermutlich gerade erleidest, schlägt Wellen bis zu mir nach Teneriffa… spürbar.

Jahrelang hast Du darum gekämpft, Dich endlich zu behaupten und zu sagen, was Du willst und wer Du bist und überhaupt und nun sollst Du auf das Wort „ICH“ verzichten?

Ja, es ist eine Radikalkur für den Anfang. Wenn Du sie befolgst, wird sich irgendwann ein ganz natürlicher Umgang mit dem Wort ICH ergeben 😀 !

Warum brauchst Du das ICH nicht mehr in alltäglichen Gesprächen?

Ganz einfach: Es ist selbstredend, dass der Urheber jedes Wortes, jedes Satzes, jedes Gedanken und auch jeder Mail etc., das aus / von Dir kommt, Du bist!

Es gibt also überhaupt gar keinen Grund, da noch zusätzlich zu betonen!

Beispiele (und Alternativen):

Fremdbestimmter Modus: „Ich habe Ihnen Unterlagen gemailt.“

Selbstbestimmter Modus

(Anfänger): „Sie haben Unterlagen von mir per Mail bekommen!

(Fortgeschrittener): „Hatten Sie schon Gelegenheit, sich die Unterlagen aus meiner Mail anzuschauen?

(Profi): „Wo sind denn möglicherweise Ihrerseits noch Fragen zu den Unterlagen aus meiner Mail, zu denen Sie sich von mir Antworten wünschen?

Die Vorteile sind offensichtlich: Dein Gesprächspartner fühlt sich direkt angesprochen, im Mittelpunkt Deines Interesses und hat dennoch alles Möglichkeiten, zu reagieren – lösungsorientiert.

Außerdem birgt der ICH-Standpunkt das Risiko zu belehren oder zu dominieren. Etwas, das gerade auch auf Social Media ganz, ganz schlecht rüberkommt oder sogar zu einem Shitstorm führen kann!

2.  Wo bleibt denn da die Höflichkeit?

Möchten, dürfen, müssen etc. – Sie halten sich hartnäckig im Wortschatz, obwohl bereits 2005 die Psychologin Lelia de Kühne-Hahn auf die nachteiligen Auswirkungen dieser Worte auf die Persönlichkeit hingewiesen hat. (Buch: Ja, aber).

Offensichtlich ist das entweder in Vergessenheit geraten oder der Schmerz zur Veränderung war noch nicht stark genug oder die Sehnsuch nach Veränderung oder der der Mangel an Alternative zu hoch?

Was offenbart diese Formulierung:

„Ich möchte allen ein frohes neues Jahr wünschen!“ (erreichte mich diese Woche in einer Mail)

Ja, richtig, zum einen steht da vorne dran schon gleich wieder das „ICH“. Gut beobachtet!!!

Mir geht es jedoch um das „möchte“.

Genaugenommen hat dieser Absender nur seine Absicht bekundet, ein frohes, neues Jahr zu wünschen. Aber er wünscht es nicht!

Und das Erstaunliche ist, dass derlei „Absichten“ auf Social Media bereits von Menschen erkannt und diskutiert werden bzw. es wird dort schon explizit gefordert, dass der Betreffende das tut, was nach dem „möchten“ oder auch „dürfen“ kommt:

ich möchte mal eine Frage stellen // ich möchte mich erkundigen / bedanken / entschuldigen

Zunächst geschwind für Dich hier die Alternativen:

„Ein frohes, neues Jahr für Dich!“

„Eine Frage: _______________? Freue mich über eure Antworten“

„Wie seht ihr das: _________________________________________?“

„Vielen Dank für _________________________!“

Mit jedem „möchte“, „dürfen“, „müsste“

  • machst Du Dich klein
  • gibst Du Macht und Führung ab
  • wirst Du als „Möchte-gern“ aber nicht als „Macher“ wahrgenommen

Du triffst mit jedem neuen Satz, den Du formulierst also die Wahl: Ohnmacht oder Selbstbestimmung!!!

Sich vor anderen klein zu machen gehört zu einer Epoche, der wir in Deutschland nun schon längst entwachsen sind – äußerlich.

Aber da gibt noch seeeehr viele Sprach-Altlasten, die Menschen auch an ihrer Inneren Autorität hindern.

Übrigens 1: die Menschen sehnen sich danach häufiger die Worte „Bitte“ und „Danke“ zu hören. Auch in Deinem privaten Umfeld (Schatz, kannst Du mir bitte noch ein Bier mitbringen?)

Übrigens 2: Willst Du nicht nur Deine Selbstbestimmung stärken, sondern gleichzeitig auch noch was für den Weltfrieden tun, dann streiche das Worte „auseinandersetzen“ aus Deinem Wortschatz. Radikal.

Wenn Du etwas Neues kennenlernst und Dich intensiv damit in Ruhe beschäftigen willst, dann um es für Dich

  • zu sortieren
  • zu verstehen
  • klar zu bekommen

Eine Auseinandersetzung ist nicht nur genau das Gegenteil von dem, was Du eigentlich willst (es näher kennenlernen), sondern viel schlimmer:

  • „Auseinander“ ist eine Trennung!
  • Auseinandersetzung ist ein Konflikt, Krieg oder Streit!

3. Kritik, Forderungen und Belehrungen

Zugegeben, es gibt vieles, das in Unternehmen, in der Welt und auch in unserem privaten Umfeld zur Verbesserung ansteht.

Beliebtes Ausdrucksmittel bei Lehrern, Politikern und auch Coaches und vielen Vortragsrednern sind Kritik, (Auf-)Forderungen oder Belehrungen.

Diese Ausdrucksmittel sind weniger ein Ausdruck von Selbstbestimmung, sondern von Dominanz oder sogar Mangelbewusstsein! Halleluja:

„Wir müssen dringend etwas gegen den Treibhaus-Effekt tun!“

„Führungskräfte müssen authentischer sein!“

„Ändert Euren Geist, verändert die Welt.“

Wieviele sind genau deswegen schon aus der Kirche ausgetreten oder politikverdrossen?

Wer hat noch Lust, sich Vorschriften machen zu lassen, wo wir ja endlich von zuhause ausgezogen sind ?

Finden wir nicht alle Maßregelungen anmaßend und einschränkend, statt fördernd?

Mit welchem Recht erhebt sich einer über den anderen und brandmarkt sie direkt oder indirekt als inkompetent, veränderungsresistent etc.?

Empathie? Verbindung? Magie? Attraktivität? Fehlanzeige!

Wovon will er ablenken?

Ein Ausdruck von Selbstbestimmung, schöpferischem Potenzial und einer co-kreativen Geisteshaltung sind folgende Alternativen:

„Wer hat Ideen, um die Erde besser vor dem Treibhaus-Effekt zu schützen?“

„Was könnte Führungskräften helfen, sich authentischer zu geben“? (s. auch diesen Artikel – Kritik an Führungskräften)

„Wie kann es noch mehr Menschen gelingen / was kann uns helfen, unseren Geist zu ändern, damit sich die Welt verändert!“

Diese Formulierungen gehen nicht mehr von einem Mangel aus, sondern von einer Fülle und der „Annahme“, dass die Lösung bereits exisitiert.

Diese Formulierungen sind potenzialfördernd und co-kreativ, weil sie den Blick auf die Lösungen lenken und zum gemeinsamen Handeln einladen.

Gedanken – der eigentliche Schlüssel zur Selbstbestimmung

Genaugenommen sind es eigentlich die Gedanken, die Deiner Selbstbestimmung im Weg stehen.

Hätte ich jedoch diesen Artikel damit angefangen, wärst Du vermutlich genau bei dieser Zeile schon ausgestiegen. Berechtigt? Vielleicht. Nur, warum eigentlich?

Weil jeder auf diesem Gedanken-Thema seit Jahrzehnten, wenn nicht sogar schon seit griechischen oder französischen Philosophen darauf herumreitet!

„Ich denke, (al)so bin ich!“ (Descartes)

Was bisher jedoch kaum einer so wirklich beleuchtet hat, ist dass zum einen Gedanken ja messbare Energie sind. Forscher haben noch nie einen Gedanken gesehen. Sie sehen immer nur „Blitze“ in Gehirnregionen, wo eben gerade Denken stattfindet.

Aber ist Denken nicht eigentlich nicht nur so etwas, wie ein Gespräch, das Du mit Dir selbst führst?

Du siehst ein Bild, das eine BeDEUTUNG für Dich hat und das innerliche GeSPRÄCH beginnt:

  • Abgleich mit Bekanntem
  • Einordnen
  • Abspeichern
  • Archivieren

Genau genommen funktioniert es ein bisschen wie bei einem Computer.

Das hat dazu geführt, dass sich im Laufe Deines Lebens eine riesige Datenmenge angesammelt hat, die in einer mentalen „Filterblase“ vor sich hinblubbert.

Selbstbestimmung bedeutet jedoch, eben nicht mehr die „Impulse“ anzunehmen und seine Filterblase zuzumüllen, sondern nur noch mit einem einzigen Browser unterwegs zu sein, der eine einzige Aufgabe hat: Fragen zu stellen und nach Möglichkeiten zu suchen. Und alles, was Du dann dafür brauchst, lädst Du Dir aus dem kollektiven Bewusstsein herunter, wie aus einer Cloud.

Nun sind ja Worte und Ausdrucksformen auch nur „Energie“. Sie sind Energieträger und Auslöser.

Wer also seine eigene (Sendungs-)Wirksamkeit verändern will, um Selbstbestimmung zu erlangen, wird das am ehesten mit einer Umstellung seines bisherigen Wortschatzes und einer Wahrnehmung für die Ausdrucksformen erreichen.

Du willst mit Deiner Selbstbestimmung endlich vorankommen, dann buche mich als Dein „Bewusstseins-/Sprach-Dolmetscher„.

Du willst gemeinsam mit anderen mehr über die Hintergründe Deiner fehlenden Selbstbestimmung erfahren und sie auch schnellstem Wege erreichen, dann ist das Seminar auf Teneriffa „Die Kraft HINTER Deinen Gedanken“ genau das Richtige für Dich. Einfach in den Newsletter eintragen, dann bekommst Du die Details in Dein Postfach.

Angela D. Kosa

Author: Angela D. Kosa

Angela D. Kosa ist „Drehbuchautorin“ für Unternehmens-Inszenierungen im Internet (Websites, Shops & Social Media). Sie hatte alles in ihrem Leben erreicht, bis eine persönliche Situation sie aus ihren Träumen riss. Während sie versuchte, mühsam die Scherben wieder zusammenzusetzen, ergaben sich dabei völlig neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Gedanken und Sprache. Die praktische Umsetzung bei ersten Menschen im kleinen Kreis zeigt solche Erfolge, dass sie einer immer größer werdenden Fangemeinde als Bewusstseins-Dolmetscher zur Verfügung steht.