Was wäre, wenn Wertschätzung mehr Fluch als Segen wäre?

Angenommen, es gäbe Wertschätzung oder deren Fehlen (= Abwertung) gar nicht:

Wie würde das unser Wohlbefinden und den Umgang miteinander verändern? Und was könnte das für den Weltfrieden bedeuten?

Eine ungewöhnliche Betrachtung, die Deine bisherige Sichtweise in Bezug auf Wertschätzung, Werte, Toleranz und auch Dein eigenes Selbstwertgefühl möglicherweise auf den Kopf stellen könnte…

Was ist die Grundlage für Wertschätzung?

Damit Wertschätzung entstehen kann, braucht es zunächst Werte.

Und damit beginnt eigentlich schon die Katastrophe. Denn….

  1. Woher kommen diese Werte?
  2. Gelten die für jeden?
  3. Wer bestimmt, wessen Werte oder Bewertungen mehr wiegen?

Werte können sein:

  • Freiheit
  • Tradition
  • Treue
  • Vertrauen
  • Respekt
  • Pünktlichkeit
  • Loyalität
  • Zuverlässigkeit
  • Selbstverwirklichung
  • Ehrlichkeit
  • etc.

Nun haben wir also ein paar Werte. Aber wer „schätzt“ sie nun „richtig“ ein?

Wer bringt sie in die „richtige“ Reihenfolge?

Richtig, es geht – wie auch einer Waage – immer um einen Vergleich. Die Werte müssen in ein „richtiges“ Verhältnis gesetzt werden.

Und somit nimmt die Katastrophe ihren Lauf, denn …

Die Treppe ins Unglück ist der Vergleich!

Werte sind (k)eine Frage des Bewusstseins

Der Wert eines Wertes entsteht durch einen Vergleich, eine subjektive Gewichtung. Ein Vergleich ist eine Bewertung ist eigentlich nichts anderes als eine Beurteilung oder eben „Wert-Schätzung“.

Daraus ergeben sich zwei Erkenntnisse:

  1. Wer von anderen „Wertschätzung“ wünscht, erwartet oder fordert, ist damit möglicherweise noch weit entfernt von Toleranz, (Vor-)Verurteilung, Urteilsfreiheit, Bewertungen – sich selbst und anderen gegenüber.
  2. Wer Wertschätzung fordert, bettelt quasi darum, in eine Schublade gesteckt und eingeordnet zu werden! Und das, wo doch eigentlich eine „Wertfreiheit“ als Ausdruck der persönlichen spirituellen Reife nun auch wiederum ein hoch gehandelter (Erkennungs-)Wert ist!
  3. Wie steht es um das persönliche „Selbstwertgefühl“, wenn jemand seinen Wert von etwas abhängig macht, das ihm ein anderer geben soll: Wertschätzung?

Wozu erwartest Du Wertschätzung bzw. wozu brauchst Du sie?

  • Zur Orientierung (welchen Wert Du für Dein Gegenüber darstellst?) = Abhängigkeit, Auslagerung Deiner Selbstbestimmung an den anderen
  • Zur Einschätzung des anderen (ist er Deine Freundschaft oder Aufmerksamkeit wert?) = Be-/Ab-/Aufwertung des anderen durch Kategorisierung

Wo besteht da der Mangel (oder Bedarf in Dir), von dem Du Dir erhoffst, dass andere ihn stillen mögen?? (Übrigens die Grundlage vieler Beziehungen und daher eben auch wenig nachhaltig…)

Wer bestimmt oder steuert also die Schätzung der Werte:

  • Wieviel mehr Wert „wiegt“ Treue im Vergleich zu Freiheit? (Fremdgehen erlaubt: ja oder nein?)
  • Ist Ehrlichkeit mehr Wert als Rücksichtnahme? (Beichten eines Seitensprungs: ja oder nein?)
  • Wird Rücksichtnahme mit einer Lüge gleichgesetzt? (z.B. das Verschweigen der Wahrheit, Vertrauensbruch: ja oder nein?)
  • Steht die Selbstverwirklichung über den familiären / sozialen Interessen?
  • Zuerst die Kinder, dann mein Partner, dann ich – oder doch umgekehrt?
  • etc.

Bei dieser Frage kommen meine Seminarteilnehmer zu der Feststellung, dass die „Einstufung“ (Schätzung) der Werte zum einen durch sie selbst individuell erfolgt aber möglicherweise gesteuert durch Erziehung und die gesellschaftliche Großwetterlage in puncto Gesetz und Moral.

In den meisten Fällen haben sie diese Werte jedoch blindlings übernommen und bisher noch nie hinterfragt:

  • Sind sie noch zeitgemäß?
  • Wirken sie stärkend auf meine Selbstwahrnehmung?
  • Tragen sie zur Evolution der Menschheit bei?
  • Ermöglichen sie den Weltfrieden?
  • etc.

Werte sind nicht greifbar und dennoch tragen viele Menschen viel zu schwer an ihnen!

Der Wert: keiner hat ihn gesehen!

Natürlich gibt es Gesten der Wertschätzung, z.B. die Art der Begrüßung, sich Geschenke machen etc, in denen Werte bzw. Wertschätzung „sichtbar“ werden für alle Beteiligten.

Aber ansonsten ist ein Wert und Wertschätzung etwas, was sich in unserem Gehirn abspielt.

Werte sind eine Energie, eine Frequenz oder Vibration. Nicht mehr und nicht weniger.

Frequenzen lassen sich bekanntlich ändern und natürlich auch die Antennen, die auf den Empfang dieser Frequenzen eingestellt sind!

ALLES ist gleich-WERTIG

Ohne Werte geht es nicht, oder doch? Und wenn ja welche und wieviele?

Wo keine Wertschätzung erwartet wird, kann es auch keine „Abwertung“ geben.

Also wäre die Welt um ein menschlich-emotionales Drama schon mal ärmer.

Wenn es Dir gelingt, Dein SEIN von Werten zu befreien, kann das für Dich den Quantensprung in Deiner Toleranz anderen gegenüber bedeuten – und diese Frequenz wirst Du von anderen ebenfalls erfahren.

Die Befreiung von dem Bedürfnis des Empfangs von Wertschätzung bringt Dein Licht zu Strahlen. Es erleichtert es Dir in einen Zustand der freien Selbstliebe zu finden, denn Du bist LIEBE, in jedem Augenblick. Das ist mehr als  nur das Psychologen-Credo „Du bist okay!“.

Nein: Du bist Licht und Liebe und jeden Augenblick genau die Vollendung, die Du Dir bisher nur noch nicht bewusst warst.

Und wenn Du dort angekommen bist, wirst Du jedem Wesen mit derselben Frequenz (der LIEBE und SEINS) begegnen, die frei von Forderungen, Erwartungen und Enttäuschungen ist.

Hilfreich könnte natürlich auch sein, dass Du Dein Sprachvermögen an diesen SEINS-Zustand anpasst…, aber für den Anfang wäre es doch schon mal ein Riesenschritt für Dich und die Menschheit, anzuerkennen, dass Wertschätzung möglicherweise nichts ist als eine Illusion, ein Goldener Käfig, in dem Du gefangen warst. Immer darauf wartend, dass jemand Dich damit belöffelt, weil Du Angst hattest, ohne sie nicht leben zu können.

Aber es war nur eine Illusion!

Du bist frei!

 

 

Angela D. Kosa

Author: Angela D. Kosa

Angela D. Kosa ist „Drehbuchautorin“ für Unternehmens-Inszenierungen im Internet (Websites, Shops & Social Media). Sie hatte alles in ihrem Leben erreicht, bis eine persönliche Situation sie aus ihren Träumen riss. Während sie versuchte, mühsam die Scherben wieder zusammenzusetzen, ergaben sich dabei völlig neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Gedanken und Sprache. Die praktische Umsetzung bei ersten Menschen im kleinen Kreis zeigt solche Erfolge, dass sie einer immer größer werdenden Fangemeinde als Bewusstseins-Dolmetscher zur Verfügung steht.